Juchu – wir haben es – das Rätsel des Lebens ist gelöst

Der Morgen hat ganz normal begonnen. Wir sind aufgewacht und haben uns nach einem tiefen Blick in die Augen von den Energien ausgiebig treiben lassen und haben uns den Trieben hingegeben.

Frisch energetisiert haben wir geduscht, meditiert bzw. uns „bei einer Tasse mit Gott unterhalten“ und wurden bereits während unseres morgendlichen Dialogs wieder von Erkenntnissen überschüttet. Gestärkt mit dieser Inspiration haben wir begonnen die Wohnung zu putzen. Während des Aussortierens der beiden Müllsäcke voller Klamotten und Dinge, die ich ein paar Tage zuvor aus der – jetzt endgültig verkauften Firma – abgeholt hatte, fielen mir ein paar Kleidungsstücke in die Hände, von denen ich dachte, dass sie Olhas Vater passen könnten und die ich jetzt nicht mehr brauche. Ich fragte sie und sie sagte: „Ja, das kann er brauchen, das auch und bei dem braunen Hemd frage ich meine Mutter, sie kann das am besten entscheiden.“

In dem Moment klingelte es bei mir, weil bei unserem morgendlichen Dialog, in dem es um Selbstverantwortung und „für sich einstehen“ ging. Zu diesem Thema hatte ich gestern einen abendlichen Dialog mit Paula, die ihre „Abgrenzungsmail“ für ihre Tante formuliert hatte. Mir war nicht sofort klar, warum es klingelte, es dauerte ein paar Minuten und Worte, bis mir klar wurde, was da los ist. Warum fragte ich Olha und Olha wiederum ihre Mutter, wo es doch um Klamotten für ihren Vater ging?

Was soll das? Warum entscheiden andere Menschen über Dinge, die ihren Vater betreffen? Warum entscheidet er nicht selbst darüber?

Weil sie ihn oder er sich selbst (bzw. meist in Zusammenarbeit 😉) entmächtigt haben.

In dem Moment wurde mir klar, dass es nicht OK ist! Es ist genauso wenig OK, wie es auch nicht OK ist, wenn Paulas Tante darüber entscheidet, ob sie Psychopharmaka nimmt oder nicht. Es ist verdammt nochmal nicht OK, wenn ich über einen anderen (Mensch oder Tier) entscheide!!!

Über jemanden entscheiden ist Ent-mächtigung! Ich beraube ihn oder sie seiner Macht, mache den anderen klein und mich groß. Das Gleiche gilt andersherum: Entmächtige auch nicht Dich selbst.

Denn das ist der Beginn der Teilung und das fängt leider sehr früh an. Als Vater oder Mutter entscheide ich für mein Kind. Selbst wenn mir das Kind unmissverständlich zeigt, dass jetzt gerade „umherwehendes Blatt angucken“ angesagt ist, ich aber weiter muss, weil der Termin XY drängt. Jetzt wird das Kind halt vergewaltigt und an der Hand hinter sich hergeschleift oder im Kinderwagen fixiert, weil ja schließlich der Termin XY eingehalten werden muss.
Das Leben (hier in Form des Kindes) zeigt klar an, was jetzt gerade ansteht. Ich entscheide mich dazu mein Kind zu vergewaltigen, weil ich mich vorher selbst vergewaltigt habe. Weil ich mich entscheide, dass es wichtiger ist, der gesellschaftlichen Norm „pünktlich sein ist wichtig“ zu entsprechen, anstatt meinem Kind zu zeigen: Du bist richtig genauso wie Du bist, genauso jetzt hier in diesem Moment.

Ich habe das auch so gemacht, es hat sich irgendwie nicht gut angefühlt, ich wusste nicht warum, oder was dahintersteckte. Ich habe es aber ignoriert – das unangenehme Gefühl im Bauch – weil ja die Zeit gedrängt hat (Ist die Zeit jemand, der mich mit der Pistole zwingt, mein Kind zu vergewaltigen? Dann wäre es u.U. nachvollziehbar) und ich dachte es ist die einzige Möglichkeit so zu handeln. Ich war ein absoluter Vollpfosten, so zu handeln. Ich glaube irgendjemand hat mir ins Gehirn geschissen. Ja, meine Erfahrungen und die Prägung durch das was sich gesellschaftliche Konventionen nennt, haben mich zu einem „Nicht mehr selbst denkenden“ Roboter werden lassen, der sich nicht mehr auf sein Bauchgefühl verlässt. Das ist so traurig, dass es nicht mehr trauriger geht.

Jede Entmächtigung – egal von welcher Seite aus initiiert – führt dazu, dass ein Ungleichgewicht entsteht.
In diesem Fall, war für das Kind während des Spielens noch alles in Harmonie, als es das Blatt beobachtete, d.h. es musste (von mir als Vater) Energie aufgebracht werden, um den ausgeglichenen Zustand zu verändern.
Diese Energie wird dann entweder wieder direkt entladen (Hass, Wut, Kampf, …) oder sie wird erstmal verdrängt und gespeichert und zeigt sich in Form von angefangen allgemeiner Unzufriedenheit (andere sind an meinem beschissenen Leben schuld) über Alltags-Aggressivität (z.B. Parkplatz-Streitigkeiten), Süchten (Arbeit, Alkohol, Drogen, Spiel, …), Burn-Out, Depression, Hoch-Sensibilität, Krebs, …

Eine unzählige Liste an Formen, wie sich unterdrückte und nicht ausgelebte, nicht formulierte Energien eine Form des Ausdrucks (v)erschaffen. Es ist nicht abnorm (krank), es ist die Folge des selbst (und durch die gesellschaftlichen Normen) auferlegten Stresses, der sich so zeigt.

Niemand kann das ändern, außer jeder für sich selbst. Niemand muss sich irgendwem unterwerfen. Wir sind alle gleich viel Wert, weil jeder seinen Platz hier auf dieser Welt hat, sonst wäre er/sie nicht hier! Nur muss jeder für sich und seine Gefühle einstehen, sie formulieren. Ganz klar und unmissverständlich, ohne Tabu, ohne Scham, ohne Schuld.

Äußert klar Eure Gefühle, sie haben recht, nicht irgendein Zettel, auf dem irgendetwas geschrieben steht. Kein Gesetz, kein Arbeitsvertrag, kein Ehevertrag, kein heiliges Buch, kein…

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum Kinderspielplätze, Schulen und Seniorenheime eingezäunt sind? Weil das kein Mensch aushält!
So wird nicht überlegt, zu überprüfen, was das Leben an diesen Orten nicht lebenswert macht, sondern es wird versucht, ein Zaun drum rum zu ziehen, so dass die Gefangenen nicht ausbrechen können. Das ist menschenunwürdig!

Jeder Zaun, jede Grenze, jede Regelung dient der Einschränkung, dem Beschneiden von Freiheit. Ein lebenswerter Ort braucht keinen Zaun! Und umgekehrt, wenn die Angst da ist in Deutschland von Ausländern übervölkert zu werden, stellt sich die Frage, warum es dort nicht so schön
ist? Liegt es eventuell daran, dass ich es mir hier schön gemacht habe, indem ich mir von dort etwas genommen habe?

Ent-mächtigung teilt, ver-ur-teilt und ist verantwortlich für Krieg und Kampf. Sei selbst verantwortlich und höre selbst damit auf!

Des Rätsels Lösung

Kurz zusammengefasst ist das Rätsel des Lebens, die Ur-Formel, die unser aller Leben paradiesisch werden lässt, also folgende:

„Höre auf zu entmächtigen – sowohl bei anderen, als auch bei dir selbst!“ oder

„Entmächtige niemanden – auch nicht Dich selbst“

& „erlaube Dir JA zu deinen Gefühlen zu sagen, denn sie haben recht, sie sind echt!“

Danksagung

In diesem Sinne danken wir speziell folgenden Personen:

  • Jesus Christus, der – nach kirchlicher Auslegung –  gesagt hat:
    „Preiset mich und ihr werdet geheilt!“
  • Adolf Hitler, der gemeint hat „heilt mich!“ aber gesagt hat:
    „Heil Hitler!“
  • Paula, die wesentlich an der endgültigen Formel beteiligt war:
    „Heilt Euch selbst!“

In Liebe

Thomas

P.S.: Das braune Hemd des Anstoßes (nachdem wir auch anstößig begonnen haben, enden wir wieder auch wieder anstößig) werden wir demnächst bei e-bay versteigern, weil es historischen Wert hat. So dass es irgendwann in einem Museum ausgestellt werden kann😉. Wir freuen uns, wenn ihr mitbietet, das Geld kommt einem gemeinnützigen Zweck zu, der sich gerade formt.
Seid sicher, es wird eine echte Rarität😉.

One Reply to “Juchu – wir haben es – das Rätsel des Lebens ist gelöst”

  1. Hallo Thomas:)
    auch hier beweist Du Mut, indem Du gerade mit sehr heiklen Themen das Risiko eingehst, missverstanden zu werden. Aber vielleicht ist es wirklich die Zeit, mit all den Vorurteilen und Tabus aufzuräumen, die mehr schaden als nutzen. Denn wenn ich die Dinge gar nicht aussprechen darf, da ich immer Angst habe, ´bestraft´ zu werden, ist es die Frage, ob eine Gesellschaft, die in einem solchen latenten Bestrafungs-Modus lebt, ob sie letztendlich auch nicht sich selbst bestraft… Gerade Aussprechen dürfen würde an vielen Stellen unsere Sorgen und Ängste ausräumen, die ja bekanntlich viel mehr schaden.
    Wie es der Zufall so wollte, hat an dem Tag, an dem ich diesen Deinen Text lesen durfte, eine Freundin von mir Folgendes geschrieben (wir haben zusammen in Lwiw/ Lemberg studiert:)
    „Da ich arbeite, verbringen meine Kinder mehr Zeit mit der Tagesmutter als mit mir. Ich bin glücklich, dass sie für sie Zeit hat, dass sie mit ihnen viel ´effektiver´ kommunizieren kann als ich, denn in meinem Kopf ist ein solches Wirrwarr aus Pflichten, Sorgen, Unsicherheit und sonstiger Negativität, dass mir für sinnvolles Kommunizieren mit den Kindern an Kraft fehlt… Und wenn ich bei ihnen wäre, kämen noch Gewissensbisse hinzu und so besteht zumindest die Chance, dass sie weniger Traumata von mir abbekommen. Deshalb bin ich immer für die Tagesmutter für den Fall, wenn sich eine Frau nicht zur Rolle einer „Mutter-Beschützerin“ berufen fühlt.“
    Oh, da kriege ich so eine Wut auf das Gesellschaftsbild in meiner Heimat (Ukraine), dass die Bestimmung einer JEDEN Frau es ist, „Mutter-Beschützerin“ zu werden. Es klingt ungefähr so, dass die Bestimmung einer jeden Frau es ist, Mutter Maria zu werden. Und ich? Was ist mit meinem echten Selbst? Und ehrlich: Wenn es die Intention Gottes wäre, dass alle Frauen gleich sind und zwar Mutter Maria, dann hätte er alle Frauen auch als Mutter Maria geschaffen. All diese gesellschaftlichen Bilder, wer wie sein soll, ent-mächtigen ja kontinuierlich und geben mir ständig das Gefühl: Mit mir stimmt was nicht. Das hat ja weitreichende Konsequenzen für mein Leben. Ich muss mich ja dann entweder ständig verstecken oder ständig verbiegen, um ja nicht in meinem wahren Wesen aufzufallen…

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